Kooperatives Lernen

Das kooperative Lernen ist unserem Kollegium ein besonderes Anliegen. Im Grundschulunterricht bedeutet kooperatives Lernen, dass sich SchülerInnen gegenseitig bei der Arbeit unterstützen und gemeinsam zu Ergebnissen gelangen. Es besteht das Bestreben, den Unterricht schrittweise so zu strukturieren, dass viele Basiselemente des kooperativen Lernens umgesetzt werden können. Um die grundlegenden Elemente des kooperativen Lernens umzusetzen benötigt man eine große Methodenvielfalt. Hier werden nun einige der gebräuchlichsten Methoden vorgestellt, die in unserer Schule praktiziert werden.

Durch heterogene Gruppen werden die Schülerinnen und Schüler werden angeleitet, mit jedem Klassenmitglied zusammenzuarbeiten.

Der Lehrer legt die Aufgabenverteilung fest, um eine Verteilungsdiskussion innerhalb der Gruppe zu vermeiden.

Die Umsetzung der grundlegenden Basiselemente des kooperativen Lernens findet sich vor allem in den verschiedenen Unterrichtsformen und Lehrermethoden wieder:

– Doppelkreis-Kugellager-Karussell
(Redehemmung abbauen, Redeanteile steigern, arbeitsteilige Informationsweitergabe)

– Think-Pair-Share
(Nachdenken-Vorstellen-Austauschen)

– Lerntempoduett-Bushaltestelle
(Differenzierung nach Lerntempo, Wechsel der Gruppenbildung möglich)

– Gruppenanalyse
(Beantwortung und Diskussion in Kleingruppen, Schülerinnen und Schüler reagieren zunächst schreibend aufeinander)

– Mystery
(Verbindungen, Zusammenhänge erkennen, Wichtiges von Unwichtigem trennen, Schlussfolgerungen ziehen)

– Gruppenpuzzle-Expertenmethode-Jigsaw
(arbeitsteiliges Erarbeiten von mehreren Aspekten eines Themas mit anschließender Verantwortung für die Weitergabe)

– Placemat-Platzdeckchen
(Ideen austauschen, Konsens entwickeln)

– Partner-, Gruppen-, Multiinterview
(Übernehmen von Verantwortung für das eigene Lernen, Lehren und Lernen im gegenseitigen Wechsel, sich gegenseitig unterstützen und helfen)

– Sortieraufgabe
(s. o. g. P.)

– Strukturlegetechnik
(Beziehungen visualisieren, Wissen sichtbar machen und in die eigene gedankliche Struktur bringen)

– Pairs Check/Partner-Check
(Übernahme von Verantwortung für eigene Aufgaben-stellungen, Förderung der sprachlichen Kompetenz)

– Gruppenturnier
(Wissen und Kenntnisse wiederholen und anwenden, Übernahme von Verantwortung für die Gruppe)

– Hosentaschenbuch
(persönliches Arbeits- und Lerntagebuch – P. A. U. L)

– Fishbowl-Diskussion
(Diskussionsrunde, die stellvertretend unterschiedliche Gruppenergebnisse oder Meinungen thematisiert)

Die genannten Methoden werden im Unterricht bereits erfolgreich eingesetzt. Kooperatives Lernen findet in allen Schuljahren und fächerübergreifend statt. Das soziale Miteinander und eigenverantwortliche Lernen soll durch kooperative Lernmethoden gefördert werden.

 

Literatur: © learn:line – http://www.greens-web.learnline.de/ – Carmen Druyen 2005
Konzepte: Kooperatives Lernen in der Grundschule, Teil I und II, Andreas Kühlem, Walter Michels